Malaysia kulinarisch

Ich kann guten Gewissens sagen: Ich habe im kompletten Urlaub nur eine einzige Sache gegessen, die mir nicht geschmeckt hat (und ich war experimentierfreudig!!). Die Sache war ein Grapefruitsalat mit Zwiebeln, Cashew-Nüssen und Chili. Der Rest war ausnahmslos lecker. Und ausnahmslos scharf. Für schärfeempfindliche Menschen ist so eine Reise also eher eine Schlankheitskur.

Malaysia besteht zu einem sehr großen Teil aus malaiischen, chinesischen und indischen Bevölkerungsgruppen, die alle ihre eigenen Küchen pflegen und untereinander natürlich auch sehr unterschiedlich sind. Wir hatten viel Reis, Nudeln, Gemüse, Huhn (die meisten Malaien sind Muslime, es gibt also kein Schwein und in indischen Restaurants auch kein Rind) und Fisch. Meine vegetarischen Ambitionen habe ich für die drei Wochen begraben (müssen), da ich sonst wohl verhungert wäre. Es gab sehr sehr wenige vegetarische Gerichte und mir wäre wohl der Löwenanteil an der malaiischen Küche entgangen, hätte ich komplett auf Fleisch und Fisch verzichtet.

Was Getränke angeht, habe ich mich in Iced Lemon Tea verliebt. Der war einfach die perfekte Erfrischung bei permanenten Temperaturen über 30°C und einer Luftfeuchtigkeit von rund 90%. Außerdem – da die Malaien als Muslime keinen Alkohol trinken und er in den Restaurants meistens auch nicht serviert wird (das einzige Bier gabs in chinesischen Restaurants) – standen unglaublich viele Fruchtshakes, Fruchtcocktails und Gemüseshakes auf der Karte. Als warmes Getränk gab es Tea Tarik, schwarzen Tee mit sehr sehr süßer Kondensmilch und morgens schwarzen, dickeren, starken Kaffee mit der gleichen Kondensmilch. Wenn man sich einmal an den Kaffee gewöhnt hat, schmeckt er ganz gut!

Ich kann jetzt zwar gebratene Nudeln und gebratenen Reis für einige Wochen nicht mehr sehen, aber ich gucke mir so gerne im Nachhinein das Essen an, das wir hatten.

Durian-Früchte – stinken erbärmlich, dürfen aus dem Grund auch nicht mit in Hotels oder Flugzeuge genommen werden, können im Zusammenhang mit Alkohol tödlich wirken. Sind aber ganz lecker.

Wir waren zu spät im Restaurant, die Küche wollte gerade schließen. Also haben wir uns schnell ein Curry zum Mitnehmen bestellt. Das hier kam dabei raus. Wie wir es gegessen haben, so ohne Geschirr? Keine Ahnung.

Roti Canai gabs oft zum Frühstück. Das ist ein sehr sehr dünner, heißer Blätterteig mit einer scharfen Currysoße.

Reisbällchen, gewürzt mit Ingwer.

Wir standen unschlüssig vor einer Bar in Singapur, bis wir vom Inhaber hineingebeten wurden. Auf die Frage, ob wir ein Bier bestellen wollten, nickten wir. Und bekamen daraufhin einen großen (GROSSEN) Krug Becks hingestellt (Wir waren zu zweit). Der Chef spielte ständig Karaoke-Lieder für uns und betrunkene Singapureaner gröhlten chinesische Schnulzen. Wir wussten nicht, wie uns geschah.

Singapore Sling ist natürlich ein Muss. Und wirklich gut, auch wenn Alkohol in Singapur lächerlich teuer war.

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3 thoughts on “Malaysia kulinarisch

  1. Oaaah, ich muss fast weinen, wenn ich das sehe. In Thailand gab es so ziemlich alles auch in vegetarisch und Alkohol noch und nöcher (allerdings auch teuer!), aber ansonsten sieht das alles sehr ähnlich aus. Die Currys! Die Stinkefrucht! Und die fruit shakes!!! Yummie. Hab schon ein paar Mal versucht, verschiedene Currys nachzukochen, aber irgendwie krieg ich nur ein eindeutig deutsches Imitat hin. Naja, Übung macht den Meister 😀

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